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Wie hat sich die Kaninchenzucht entwickelt?

Entstehung der Rassekaninchenzucht

Das Mutterland der Kaninchenzucht ist die iberische Halbinsel. Die Mönche waren es, die im 18. Jahrhundert damit begannen, Kaninchen in Freilandgehegen zu halten. Schon damals wurden verschiedene Farb- u. Größentypen herausgezüchtet.

Auch die Landbevölkerung begann damals, Kaninchen zu domestizieren, um den Speiseplan zu bereichern.

Nach Deutschland brachten deutsche Soldaten in den Kriegsjahren 1870/71 die ersten Kaninchen aus Frankreich mit. Damit wurde der Grundstein für die Rassekaninchenzucht in Deutschland gelegt.

Mit Beginn der Industrialisierung bekam die Fleischerzeugung* einen immer größeren Stellenwert. Aus Platzmangel wurde von der Freilandhaltung umgestellt auf Boxenhaltung. Das erst ermöglichte das gezielte Herauszüchten von Kaninchenrassen. Bereits damals wurden die ersten Kaninchenzuchtvereine gegründet. Der Dachverband der Deutschen Rassekaninchenzüchter (ZDK) besteht seit über 100 Jahren und zählt über 200000 Mitglieder.

Es gibt heute 82 vom ZDK anerkannte Kaninchenrassen und dazu zahlreiche Farbenschläge.

Im ZDK-Einheitsstandard sind die Bewertungsbestimmungen für die Beurteilung der Rassekaninchen und Erzeugnisse festgelegt.

  *       In der ersten Hälfte dieses Jahrhundert hatte auch die    Fellerzeugung eine starke Gewichtung.

 

 

Datum der letzten Aktualisierung: 13.06.2009 Diese Seite wurde der Öffentlichkeit erstmals am 08.05.2000 präsentiert. © 2000-2009 by Wolfgang Müller, Sievekingsallee 150a, 22111 Hamburg; e-mail (ersetzen Sie at durch @): wolfgang at mueller-gelting.de