Reformen in der indischen Visumpolitik kurz erklärt

June 26, 2019 0 Comments

Ausländische Staatsangehörige, die aus verschiedenen Gründen nach Indien reisen möchten, sei es  Tourismus, medizinische Behandlungen, Ausbildung, Beschäftigung oder für Geschäftsreisende, dürfen dies nur mit dem Besitz eines indischen Visums. Gemäß bilateraler Abkommen zwischen der indischen Regierung und den Regierungen einiger Nationalitäten benötigen Bürger dieser Länder jedoch keinindisches Visums oder können das indische Visum bei Ankunft in Anspruch nehmen. Die indische Regierung hat enorme Änderungen in der indischen Visapolitik eingeleitet, da sie sich kontinuierlich darum bemüht, das Visumbeschaffungsverfahren für ausländische Staatsangehörigeunkomplizierter zu gestalten.

 

Bis zum Jahr 2013 gab es in Indien insgesamt sechzehn Visumtypen, welche dann im Januar 2014 auf lediglich drei Visumtypen reduziert wurden und zwar Arbeitsvisum, Geschäftsvisum und Touristenvisum Indien. Die indische Regierung beschloss ab Oktober 2013den Visaservice bei Ankunft auf bis zu 180 Nationalitäten auszudehnen. Diese Länderliste wurde von den indischen Geheimdiensten genehmigt vor allem aufgrund der Einführung eines Immigration-, Visa- und Ausländerregistrierungs- und Trackingsystems. Dieses System beinhaltet eine Vorab-Online-Beantragung, um das Visum bei Ankunft in Anspruch nehmen zu dürfen.

 

Die Durchführung dieses Programms begann im Jahr 2014 mit großer Begeisterung und Anstrengungen und sollte an allen internationalen Flughäfen gelten. Dieses Programm schloss jedoch die Bürger des Irak, des Iran, Afghanistans, Pakistans, Nigerias, des Sudans und Somalias aus. Das Programm wurde in zwei Phasen initiiert, wobei in der ersten Phase das Programm nur für vierzig Länder gestartet wurde.Die zweite Phase für die zusätzlichen 109 Länder begann erst nachdem die erste Phase erfolgreich durchgeführt wurde.

 

In der Politik bezüglich des Visums für Indien wurden im Laufe des Jahres 2014 eine Reihe von Änderungen vorgenommen und die Anzahl der Länder, welche die Zulassungskriterien erfüllten, wurde erhöht. Im November 2014 kündigte der Premierminister Narendra Modi an, dass insgesamt 28 Länder, welche bereits Anrecht auf ein Visum bei der Einreise hatten, nun für das elektronische Visumsystem in Indien zugelassen sind.

 

Das System des Visums bei der Ankunft wurde ab dem 26. Januar 2015 eingestellt. Bis dahin konnten ausländische Touristen, mit Ausnahme von Pakistan und Bangladesch, bei Ihrer Ankunft ein Visum erhalten, ohne vorher eine elektronische Reisegenehmigung eingeholt zu haben. Dazu war nur dieVorlage eines gültigen Reisepasses notwendig. Diese Touristen durften sich für dreißig Tage in Indien aufhalten, mit einer einzigenEinreise für touristische Zwecke. Im Zeitraum von Februar 2015 bis März 2015 wurden nach mehreren Diskussionen, Ressentiments und Genehmigungen 53 weitere Nationen in die engere Wahl gezogen, um ein indisches Visum bei Ankunft erhalten zu können. Darüber hinaus wurde das “Visum bei Ankunft” in “E-Touristenvisum” umbenannt und im Mai 2015 wurde die Liste auf 31 neue Länder ausgedehnt. 2015 endete die Ausweitung der Länderliste für das E-Touristenvisum. Dabei wurde auch die Anzahl der zugelassenen Flughäfen ausgeweitetund Gültigkeit des Visums wurde auf 180 Tage erweitert.

 

Im Jahr 2017 unternahm die indische Regierung Maßnahme um das indische Visa-Regime zu liberalisieren, zu vereinfachen und zu rationalisieren. Während dieses Zeitraums wurde das elektronische Visumsystem umgewandelt, so dass verschiedene Visumarten jeweils für Zwecke wie Tourismus, geschäftliche Angelegenheiten und medizinische Besuche definiert wurden. Deren Gültigkeit betrug sechzig Tage und es galt eine doppelte Einreise für das E-Touristenvisum und das

E-Geschäftsvisum, sowie eine dreifache Einreise beim E-Medizin-Visum.

 

Mit weiteren Änderungen ab Januar 2019 istnun die Gültigkeit des indisches E-Touristenvisums und des E-Geschäftsvisums ein Jahr, wobei mehrere Einreisen gestattet sind. Beachten Sie jedoch, dass jeder Besuch mit einem E-Touristenvisumnicht länger als neunzig Tage sein darf. Für Bürger der USA, Großbritanniens, Kanadas und Japans gelten hier 180 Tage. Darüber hinaus können alle berechtigten Ausländer, die ein E-Geschäftsvisum besitzen, bei jedem Besuch 180 Tage lang bleiben und müssen keine FRRO-Registrierung vorlegen, wenn sie weniger als 180 Tage Aufenthalt haben. Sie müssen also sicher sein, dass Sie alle Reformen der indischen Visapolitik in Acht nehmen, bevor Sie ein Visum beantragen.

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